In der Vorweihnachtszeit wird’s gemütlich: Duftendes Tannengrün, flackernde Kerzen und funkelnde Lichterketten machen unser Zuhause bei einsetzender Dunkelheit zum absoluten Wohlfühlplatz. Doch leider steigt die Anzahl der Wohnungsbrände zum Jahresende immer wieder sprunghaft an. Mit der richtigen Brandprävention schützen wir unsere vier Wände zuverlässig vor Feuerunfällen.

Brandprävention in der Adventszeit
Gemütliche Vorweihnachtszeit – aber sicher, bitte. Foto: Sven Lachmann / Myriam Zilles / pixabay

TOP 3 in der Brandprävention

Häufig unterschätzen Bewohner die Geschwindigkeit, mit der ein einmal entfachtes Feuer um sich greift. Hat sich die erste Tannennadel entzündet, brennt das Gesteck oder der Weihnachtsbaum bereits nach wenigen Sekunden lichterloh. Der entstehende Funkenflug geht ebenso schnell auf Möbel, Gardinen und weitere brennbare Einrichtungsgegenstände über.

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1. Augen auf bei offener Flamme – die beste Brandprävention

Es klingt wie eine Selbstverständlichkeit und ist doch ein häufiger Auslöser von Wohnungsbränden: unbeaufsichtigte Kerzen in geschlossenen Räumen. Pusten wir sie lieber aus, bevor wir das Zimmer verlassen (Vorsicht Funkenflug!) – so sind wir auf der sicheren Seite.

Auch sollten wir Kerzen rechtzeitig wechseln und nicht warten, bis sie komplett heruntergebrannt sind und den Tannenzweigen auf dem Adventskranz so zu nahe kommen. Je weiter offenes Feuer von jeglichen brennbaren Gegenständen entfernt ist desto besser. Zugluft kann ebenfalls für Ärger sorgen. Anstatt die Flamme zu löschen ist hier ebenfalls ein Funkenflug möglich.

Brandprävention: Damit das Feuer auf der Kerze bleibt
Der Brandgefahr ein Schnippchen schlagen: Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien. Foto: cocoparisienne / pixabay

2. Rauch- und Kohlenmonoxidmelder (CO) – potentielle Lebensretter

Auch defekte Lichterketten sind eine nicht zu unterschätzende Gefahrenquelle. Beim Kauf sollten wir auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten und nur die dazugehörigen Stromanschlüsse verwenden. Alles andere kann unbemerkt zu Schwelbränden führen, deren Ausbreitung Menschen nicht selten im Schlaf überraschen. Rauchmelder sind in solchen Momenten wahre Lebensretter – und gehören in Deutschland mittlerweile flächendeckend für alle Haushalte zur Pflichtausstattung. Empfehlenswert sind Modelle mit eingebauter 10-Jahresbatterie. Der lästige Wechsel entfällt und reduziert gleichzeitig die Gefahr schnell schwächelnder Batterien.

Gut zu wissen: Hat das Gerät zudem eine Q-Kennzeichnung, spricht das für ein Maximum an Qualität. Dieses Siegel wird von anerkannten, auf Brandschutz spezialisierten Prüfinstituten vergeben und ist quasi eine Erweiterung der DIN EN 14604. Es dient Verbrauchern als Hilfestellung, um qualitativ hochwertige Melder sofort zu erkennen.

Das Feuer selbst ist bei Bränden in den wenigsten Fällen die Todesursache, sondern die Entwicklung starken Rauchs sowie unsichtbarer giftiger Gase. Bietet sich im ersten Falle der Rauchmelder an, sorgt im zweiten ein CO-Melder für mehr Sicherheit. Er erkennt den Kohlenmonoxidgehalt in der Luft und schlägt lautstark Alarm.

Redaktionsempfehlung:
CO-Melder * mit 10-Jahres-Batterie
Rauchmelder * mit 10-Jahres-Batterie und Q-Kennzeichnung

Auch Teil der Brandprävention: Basics der Flammenbekämpfung gehören in jeden Haushalt
Besinnliche und sichere Vorweihnachtszeit mit der Familie. Löschdecken, Feuerlöscher & Co. können im Notfall das Schlimmste verhindern. Foto: Irina Murza / pixabay

3. Für den Notfall gerüstet: Grundausstattung zur Brandbekämpfung

Gerät doch einmal etwas in Brand, können wir mit einer Grundausstattung in Form von speziellen Löschdecken, klassischen Feuerlöschern sowie Fett- und Festbrandlöschern erste Hilfe leisten. So haben wir zumindest die Chance, die Flammen in Eigenregie zu ersticken und damit das Schlimmste zu verhindern.

Redaktionsempfehlung:
Löschdecke *
Feuerlöscher * 2 x 1 kg
Fett- und Festbrandlöscher *

Versicherungen: Wer ist im Brandfall zuständig?

Kommt es trotz aller Brandprävention zum Schadensfall, deckt die Wohngebäudeversicherung Beschädigungen am Haus ab. Ist die Einrichtung in Mitleidenschaft gezogen, springt die Hausratversicherung ein. Hat der Brand zudem auf das Eigentum Dritter (Nachbarhäuser) übergegriffen, ist die private Haftpflichtversicherung der richtige Ansprechpartner.

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