Hochwasser ist ein reales Risiko. Das gilt keineswegs nur für Orte, die sich in der Nähe von Flüssen, Seen oder Bächen befinden. Starkregen kann auch fernab eines Wasserlaufs für Rückstau und überflutete Keller sorgen.

Hochwasserschutz: Überschwemmungen sind ein reales Risiko
Wer im Ernstfall richtig handelt, kann sich und andere schützen: Ein Notfallplan hilft, Menschen, Tiere und Sachwerte zu sichern. Foto: djd / Bayer. Landesamt für Umwelt / mhp, Animaflora PicsStock – stock.adobe

Leider bleibt Hochwasser ein Naturereignis, vor dem es keinen hundertprozentigen Schutz gibt. Wer im Notfall richtig handelt, kann sich selbst, andere Personen und wichtige Sachwerte jedoch in Sicherheit bringen.

Ruhe bewahren und überlegt handeln

Wenn die Wassermassen hereinbrechen, ist das Chaos oft groß. Dennoch lautet die erste und wohl wichtigste Regel beim Hochwasserschutz: Ruhe bewahren und überlegt handeln. Ein vorab erstellter Notfallplan kann Menschen, Tiere und Sachwerte im Ernstfall sichern – wobei der Schutz von Menschenleben natürlich immer an erster Stelle steht. Treffen Sie bei drohendem Hochwasser alle Vorkehrungen, um schnell das Haus zu verlassen.

  • Bringen Sie rechtzeitig Kinder, Kranke und alte Menschen aus gefährlichen Bereichen hinaus.
  • Gefährden Sie sich dabei nicht selbst, sondern rufen Sie Hilfe über die Notrufnummer 112.
  • In Kellern und Tiefgaragen kann das Wasser sehr schnell steigen. Diese Räume sollten wir daher bereits bei einer beginnenden Überflutung meiden.
  • Grundsätzlich empfiehlt es sich, genügend Abstand von strömendem Wasser zu halten. In aufgeweichten Uferbereichen besteht zudem die Gefahr, auszurutschen oder einzubrechen.

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Hochwasserschutz: Elementarschäden in der Hausrat- und Gebäudeversicherung

SchutzTipps.de informiert: Sturm, Hagel und Feuer sind in den meisten Hausrat- und Gebäudeversicherungen beinhaltet. Jedoch gibt es zusätzliche Elementarbausteine, die beispielsweise den Rückstau von Regenwasser und die dadurch verursachten Kosten durch Überschwemmung absichern. Fehlt dieser Baustein im Vertrag, sind im Regelfall nur Wasserschäden durch Leitungswasser abgedeckt – bei Hochwasser bleiben Eigenheimbesitzer also auf den Kosten in vollem Umfang sitzen. Ein Blick in Ihren aktuellen Versicherungsvertrag ist dringend zu empfehlen.

Hochwasserschutz – Gebäude aufrüsten und Notfallplan erstellen
Im Notfall lautet die erste und wohl wichtigste Regel: Ruhe bewahren und überlegt handeln. Foto: djd / Bayer. Landesamt für Umwelt / Getty / Lucy Kaef – pixabay

Notfallpaket zum Hochwasserschutz

Ist die Versorgung mit Strom, Wasser und Lebensmitteln unterbrochen? In diesen Fällen hilft ein Notfallpaket, die Zeit zu überbrücken, bis alles wieder funktioniert. Was dort hineingehört, erfahren Sie hier: Checkliste Notfallpaket Hochwasserschutz.

Risiko Autofahrt

Das Auto sollte bei Hochwasser besser stehen bleiben. Keinesfalls dürfen wir riskieren, überflutete Straßen zu passieren, denn starke Strömungen können unser Fahrzeug mitreißen. Außerdem kann der Wasserdruck von außen verhindern, dass sich die Türen öffnen lassen. Neben der Gefahr für das eigene Leben droht zudem ein Totalschaden am Wagen, wenn Wasser in den Motorraum dringt.

Auch private Boote sollten im hochwasserführenden Gewässer nicht genutzt werden – Hindernisse und starke Wellen können schnell zum Kentern führen. Treten Schadstoffe aus oder ist Gasgeruch wahrnehmbar? In diesem Fall sollten wir sofort die Feuerwehr bzw. den örtlichen Versorgungsbetrieb kontaktieren.

Weitere Informationen gibt es unter www.hochwasserinfo.bayern.de, einer Initiative der Bayerischen Wasserwirtschaft.

Quelle: djd / Bayerisches Landesamt für Umwelt (LfU)

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