Nehmen Verbraucherschützer Kinderspielzeug unter die Lupe, sind die Ergebnisse oft erschreckend: Weichmacher in Kunststoffen, gefährliche Kleinteile, Farben, die nicht speichelfest sind. Gerade bei Technikspielzeug gab es bisher wenig Alternativen – ein MP3-Player aus Holz bringt die schadstofffreie Lösung.

Technikspielzeug aus Holz: Tschüss Plastik – Hallo Nachhaltigkeit
Voll im Trend: Der hölzerne MP3-Player „Hörbert“ besteht aus nachhaltigen Rohstoffen. Foto: djd / WINZKI / Ruediger Schestag

Bei herkömmlichem Spielzeug aus Plastik kommt neben dem Schadstoffproblem noch hinzu, dass die Produkte größtenteils nicht auf Nachhaltigkeit ausgelegt sind. Viele landen nach kurzer Zeit auf dem Müll, weil sie kaputtgegangen sind.

Auch Technikspielzeug kann „ÖKO“

Der Gegentrend ist voll im Gange: Kleine Hersteller, die sich mit ökologisch durchdachtem und sinnvollem Spielzeug gegen Wegwerfware behaupten. Und das nicht nur mit Bauklötzen oder Kuscheltieren, sondern ebenso mit technischen Geräten. Tüftler und Familienvater Rainer Brang aus Nürtingen hat zum Beispiel einen MP3-Player aus Holz entwickelt. „Hörbert“ ist ein Abspielgerät ohne Schnickschnack, aber mit den für Kinder wichtigsten Funktionen. Es ist langlebig und im Fall des Falles zu reparieren. „Wir verwenden heimische Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft, recycelbaren Kunststoff für die Tasten und Edelstahl“, erklärt Softwareentwickler Brang. Die Geräte sind so einfach konzipiert, dass schon Zweijährige sie intuitiv bedienen können, und so robust, dass sie überall mit hindürfen.

Redaktionsempfehlung
MP3-Player „Hörbert“ *, Technikspielzeug aus Holz

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Augen auf beim Spielzeugkauf

Die Verbraucherzentralen raten Eltern generell, Spielzeug sorgfältig zu prüfen, bevor es in Kinderhände gelangt.

  • Bei Plastikspielzeug, das unangenehm oder auffällig riecht, ist die Gefahr der Schadstoffbelastung hoch. Also: erst schnuppern, dann kaufen.
  • Kleinkindspielzeug darf keine Teile enthalten, die sich leicht ablösen (Teddy-Augen, Reifen an Mini-Fahrzeugen).
  • Von Plüschtieren dürfen sich keine Fasern lösen.
  • Lackierungen dürfen beim Reiben oder Kontakt mit Wasser nicht abfärben.

Gut zu wissen
Secondhand sind auch hochwertige Spielzeuge günstig zu bekommen. Haben sie ausgedient, weil der Nachwuchs herausgewachsen ist, können wir sie wiederum weitergegeben. So leisten wir zusätzlich einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.

Technikspielzeug in Bestform: Das Abspielgerät „Hörbert“ hält das Kinderzimmer frei von Schadstoffen
Made in Germany: Für den MP3-Player werden heimische Hölzer verwendet sowie recycelbarer Kunststoff und Edelstahl. Foto: djd / WINZKI / Simone Haider-Glaser / Giacinto Carlucci

Unbekannte Moleküle auch in Technikspielzeug

Bereits seit 2015 untersuchen Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts unterschiedliche Spielwaren auf ihre Schadstoffbelastung und stoßen immer wieder auf unbekannte Moleküle in Plastikfiguren, Schwimmflügeln oder Kopfhörern. Sie entstehen unter anderem, wenn verschiedene Materialien miteinander reagieren – vorhersehbar sind diese Reaktionen selten. Für Rainer Brang eine Bestätigung, bei dem hölzernen MP3-Player ausschließlich unbedenkliche Bauteile zu verwenden.

Unter www.hoerbert.com gibt es auch Bausätze für Hobbybastler und viele nützliche Tipps, etwa zu lizenzfreien Hörinhalten für die Speicherkarte und Einblicke in die Manufaktur.

Quelle: djd / WINZKI GmbH&Co. KG

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